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| Geschrieben von Theodora Slater - Vor 2 Stunden |
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TRIGGERWARNUNG: Vernachlässigung durch Eltern, Kindesmisshandlung, Armut, Alkoholsucht, Parentifizierung, Tod durch Alkoholmissbrauch, Sexarbeit, Suizidale Gedanken
⸻ The Girl on His Couch ⸻
![]() Nathaniel Vance [Platzhalter]
Therapeut/Patientin -> Love Interest
40+
Psychotherapeut
Sebastian Stan, Pedro Pascal [Vorschläge]
Theodora hatte sich irgendwann dazu entschieden, sich einen Psychotherapeuten zu suchen, weil sie selbst nicht mehr verstand, was mit ihr passierte. Ihre Stimmung schlug immer wieder ins Extreme um, und sie hatte zunehmend Schwierigkeiten, zwischen ihren guten und ihren schlechten Phasen einen klaren Unterschied zu erkennen. Nathaniel war der Therapeut, bei dem sie schließlich landete, und nach einiger Zeit stellte er die Diagnose einer bipolaren Störung.
Anfangs waren ihre Sitzungen vollkommen normal. Sie kam zu ihren Terminen, sie redeten über ihre Stimmung, ihre Vergangenheit und darüber, wie sie mit ihrer Diagnose umgehen konnte. Doch mit der Zeit suchte Theodora die Therapie immer häufiger auf. Nathaniel hatte ihr schon früh das Du angeboten und darauf bestanden, dass sie ihn Nathaniel nannte. Irgendwann gab er ihr sogar seine private Handynummer mit der Erklärung, sie könne sich jederzeit melden, wenn sie etwas beschäftigte oder sie mit einer Situation nicht allein klarkam. Die Gespräche wurden persönlicher und irgendwann ging es nicht mehr nur um ihre Erkrankung. Nathaniel fragte nach Männern in ihrem Leben, nach ihren Beziehungen, nach Dingen, über die sie sonst mit niemandem sprach. Auch Theodora begann, mehr über ihn wissen zu wollen. Die Abstände zwischen den Sitzungen wurden kürzer, die Gespräche länger und die Grenzen zwischen Therapeut und Patientin immer undeutlicher. Nathaniel war verheiratet und hatte Kinder, glücklich war er in seiner Ehe allerdings schon lange nicht mehr. Er blieb trotzdem bei seiner Frau, aus Gewohnheit, wegen der Kinder und weil ein gemeinsames Leben nicht einfach verschwand. Theodora dagegen wurde für ihn immer wichtiger. Er wusste, dass er sie nicht hätte so nah an sich heranlassen dürfen, aber irgendwann hörte er auf, sich selbst davon überzeugen zu wollen, dass es nur eine Phase war. Eines Abends schlug er vor, die Sitzung in eine Bar zu verlegen. Sie redeten dort weiter, tranken etwas und irgendwann erzählte Nathaniel ihr mehr von sich, als er es je hätte tun dürfen. Er sprach über seine Ehe und darüber, wie sehr er sich nach einem anderen Leben sehnte. Bei Theodora hatte er das Gefühl, dass sie ihn verstand. Gleichzeitig wollte er ihr das Gefühl geben, dass sie bei ihm sicher war. Gerade wegen ihrer Kindheit und allem, was sie erlebt hatte, versprach er ihr, dass er sie beschützen würde und dass ihr niemand mehr so emotional verletzen würde wie früher. Später saßen sie in seinem Auto. Sie redeten noch eine Weile, bis irgendwann keiner von beiden mehr etwas sagte. Dann küssten sie sich. Seit diesem Abend führten sie eine geheime Affäre. Niemand durfte davon wissen, und beide wussten, was passieren würde, wenn sie aufflogen. Nathaniel versprach Theodora immer wieder, dass er seine Frau verlassen würde. Nur war der Zeitpunkt dafür im Moment unmöglich. Seine Frau war schwer an Brustkrebs erkrankt, und er konnte sie während dieser Zeit nicht einfach verlassen, ohne mit den Konsequenzen leben zu müssen. Dazu kam seine berufliche Situation. Sollte herauskommen, dass er eine Affäre mit seiner Patientin hatte, konnte er seine Zulassung verlieren. Alles, wofür er gearbeitet hatte, wäre plötzlich gefährdet. Seine Familie, seine Ehe, seine Karriere und auch Theodora. About the searcher
Theodora Slater
#Hurricane
22 y.o
Studentin für Theaterwissenschaft
Jenna Ortega
![]() I. A House Without a Home
Einige Menschen sollten einfach keine Kinder bekommen. Wenn diese in eine Welt hineingeboren werden, in der sie bereits im Kleinkindalter psychisch geschädigt werden, lief eindeutig etwas falsch. Ein grausamer Gedanke war es, wenn harmonische Familien jahrelang um ein Baby kämpften und die Menschen, die einfach nur unachtsam waren, gleich zweimal beschenkt wurden. Eine Frau, die für diverse Männer die Beine öffnete, und ein Ehemann, der das auch noch als sein Geschäft nutzte, gaben weder ein gutes Männer- noch ein gutes Frauenbild ab. Geschweige denn boten sie eine gute und stabile Familie. Dane Slater wurde als erstes Kind in diesen chaotischen Haushalt geboren. Seine Mutter hielt jedoch lieber die Flasche im Arm als ihren neugeborenen Sohn. Wieder öffnete sie die Beine für Fremde und ihr Junge wurde häufig bei der Nachbarin geparkt. Kurz vor seinem vierten Geburtstag wurde dann Theodora Slater geboren. Sie war kein einfaches Säugling. Das Mädchen schrie sich nur allzu häufig die Seele aus dem Leib. Man hätte fast meinen können, dass sie kurz vor dem Ersticken wäre. Ein Gedanke, von dem sich ihre Mutter wünschte, er würde eintreffen. Man hätte es schließlich auf den plötzlichen Kindstod schieben können. Sie hätte es nicht mitbekommen, würde trauernd vor dem Bettchen sitzen und die arme, trauernde Mutter geben. Noch ein Grund mehr, warum ihre Mitmenschen es entschuldigen würden, wenn sie einmal etwas mehr trank. Als Kleinkind von zwei Jahren lief Theodora durch die Wohnung. Sie spielte mit herumliegenden Zigarettenstummeln oder beklebte die leeren Wodkaflaschen mit Stickern. Obwohl sie noch so klein war, wusste ihr innerer Instinkt bereits, auf wen sie sich eigentlich verlassen konnte. Theodora freute sich mehr darüber, wenn ihr großer Bruder von der Schule nach Hause kam, als wenn ihr Vater zurückkehrte. Eine halbe Stunde, bevor Dane nach Hause kam, begann sie damit, jede einzelne Fußbodenfliese im Badezimmer zu berühren. Immer wieder. Wenn er durch Nachsitzen später nach Hause kam, verlängerte sie diese Verhaltensweise. Erst wenn sich die Tür öffnete, sprang sie voller Freude auf und umklammerte seine Beine. Mit ihm verbrachte sie ihre schönsten Momente: gemeinsame Cartoons, kleine Ausflüge und die kleinen Höhlen, die sie zusammen bauten. Theodora war als Kleinkind fest davon überzeugt, mit ihm in eine Rakete steigen zu können, um gemeinsam zu den Sternen zu fliegen. II. The Girl Who Couldn't Sit Still In der Schule war Theodora eine gern gesehene Schülerin. Sie war überaus intelligent, auch wenn sie im Unterricht viel dazwischenredete und dabei kaum zu bremsen schien. Sie plapperte vor sich hin, kletterte auf sämtliche Bäume und auch ihre Lehrer sprachen bei Elterngesprächen gegenüber ihrer Mutter eine Art Größenwahn an. Diese winkte allerdings nur ab, genervt davon, dass sie überhaupt vor Ort sein musste. Sie sei eben ein Kind und ein wenig wagemutig. Nicht selten musste das junge, dunkelhaarige Mädchen aufgrund irgendwelcher Knochenbrüche ins Krankenhaus gebracht werden. Einmal war sie von ganz oben die gesamte Treppe hinuntergesprungen, erzählte man sich. Ein anderes Mal war sie mit dem Fahrrad einen steilen Abhang hinuntergerast. Das Ende? Ein gebrochenes Schlüsselbein. Sie war manchmal davon überzeugt, übermenschliche Fähigkeiten zu besitzen und gegen jeglichen Schmerz immun zu sein. Bis sie einen heißen Kochtopf anfasste und sich dabei Verbrennungen zuzog. Ihre Ausrede? Immer wenn jemand hinsah, funktionierte es eben nicht. Laut den Ärzten war sie einfach nur ein aufgewecktes, lebhaftes Kind. Das gegenteilige Bild war dennoch präsent. Es gab Momente, in denen sie sich unter der Decke verkrümelte und völlig entnervt wirkte. Dieser Umschwung konnte innerhalb weniger Stunden passieren. Ihre Mutter bezeichnete sie als Zicke und war von Theodoras Verhalten sichtlich genervt. In solchen Augenblicken konnte sie ihre Hausaufgaben nur schwer erledigen, was ihr die Unterstützung von Dane einbrachte. Mit seiner Hilfe war es ihr zumindest möglich, ihre schulischen Leistungen weiter aufrechtzuerhalten. Am liebsten verkroch sie sich mit ihm ins Bett, wenn er mal wieder Nudeln gekocht hatte. Wenn die Bettdecke bis über den Kopf gezogen werden konnte, sie aber dennoch nicht alleine war. Wenn er sich mal außerhalb des Wohnblocks aufhielt, jagten ihr bereits im Kindesalter Gedanken durch den Kopf wie: Wäre jemand traurig, wenn ich jetzt aus dem Fenster springen und sterben würde? Als wäre sie die einzige Person auf der großen, weiten Welt. Dane war ein Lichtblick. III. A Stage of Her Own Es war schließlich eine Lehrerin, die hinter all dem Chaos etwas entdeckte, das andere bisher übersehen hatten. Theodora hatte Talent. Nicht unbedingt für das Stillsitzen oder dafür, sich an Regeln zu halten. Aber für etwas anderes. Wenn sie vor anderen Menschen stand, veränderte sich etwas an ihr. Die Lehrerin sprach sie nach einer Unterrichtsstunde darauf an und fragte, ob sie nicht einmal bei der Theater-AG vorbeischauen wollte. Theodora sagte sofort zu. Natürlich sagte sie zu. Bereits bei der ersten Probe schien sie regelrecht aufzublühen. Sie musste nicht mehr ermahnt werden, leiser zu sein oder sich zu setzen. Stattdessen durfte sie laut sein. Sie durfte übertreiben, Grimassen schneiden, weinen, lachen und für einige Minuten jemand vollkommen anderes sein. Schon bald bekam sie ihre ersten kleinen Rollen. Die Bühne war nicht besonders groß. Eigentlich handelte es sich nur um einen abgetrennten Bereich in der Turnhalle, vor dem einige Reihen aus zusammengewürfelten Stühlen standen. Das Licht kam von ein paar Scheinwerfern, die wahrscheinlich älter waren als die meisten Kinder, die dort auftraten. Doch für Theodora fühlte es sich an wie das größte Theater der Welt. Sie spielte Prinzessinnen, freche kleine Mädchen, eine Hexe und einmal sogar eine völlig übertriebene Königin. Sie lernte ihre Texte auswendig, probte Bewegungen vor dem Spiegel und zwang Dane dazu, sich ihre Szenen immer wieder anzusehen. Wenn er dabei nicht aufmerksam genug wirkte, begann sie einfach noch einmal von vorne. IV. When the Money Ran Dry Ein großer Einbruch in die familiären Verhältnisse war dann ihr Vater. Zwei krumme Dinge zu viel, zu unvorsichtig, zu überheblich. Er landete im Knast, was den Geldhahn offiziell zudrehte. Dane war es, der einmal wieder alles in Ordnung bringen musste. Statt die Schule an erste Stelle zu setzen, ging er arbeiten. Ihre Mutter hatte sich schon lange zur Ruhe gesetzt. Ihre volle Aufmerksamkeit galt mittlerweile ihrer Alkoholsucht. Es kümmerte sie recht wenig. Stattdessen saß sie wieder im gemachten Nest und kostete es aus, nicht arbeiten zu müssen. Schließlich hatte sie das mit den abertausenden Männern lange genug getan. Theodora ermöglichte es weiterhin, sich auf ihre schulischen Leistungen zu konzentrieren. V. Giving the Feelings a Voice Sie hatte noch immer ihre „Phasen“, doch dieses Mal wusste sie, wohin mit all den Gefühlen. Zumeist wandte sie sich an ihre Lehrerin und erzählte ihr, welche Emotionen gerade in ihr verborgen lagen. Diese wiederum ermöglichte es ihr, Rollen zu spielen, die ihrer eigenen emotionalen Welt entsprachen. Theodora musste ihre Gefühle nicht länger erklären. Sie konnte sie spielen. Sie stand kurz vor ihrem Schulabschluss. Achtzehn Jahre alt und kurz davor, zum ersten Mal auf einer richtigen Theaterbühne zu stehen. Es waren Sponsoren vor Ort, Menschen, die ihr möglicherweise ein Stipendium ermöglichen konnten. Sofern sie eine gute Leistung erbrachte. VI. A Role Written in Pain Dann kam der Anruf. Ihre Mutter war an ihrer eigenen Kotze erstickt. Nichts, was sie wirklich überraschte. Und dennoch etwas, mit dem sie nicht wusste, wie sie umgehen sollte. Es dauerte nicht lange, bis sich die gesamte Situation veränderte. Ein spontaner Umzug in eine eigene Wohnung mit Dane. Plötzlich waren sie nur noch zu zweit. Und vielleicht war es genau diese Situation, die Theodora auf der Bühne wiedergeben konnte. Die Rolle war hoch emotional, dramatisch. Sie schrie. Sie weinte. Sie legte ihr gesamtes Herzblut in diese Rolle und für einen kurzen Moment schien es, als würde sie nicht mehr spielen. Als würde sie all das, was sich über Jahre in ihr angestaut hatte, einfach aus ihrem Körper herausreißen. Wenn man genau hinsah, konnte man meinen, dass einige Menschen in der ersten Reihe Tränen in den Augen hatten. Denn das, was Theodora darstellte, war keine gewöhnliche schauspielerische Leistung. Es war eine Reihe aus Manie, Überforderung und echten Gefühlen. Sie hatte das Stipendium sicher und die Freude darüber war riesig. VII. Between Highs and Low Sie durfte an die Universität gehen und Theaterwissenschaften studieren. Ihre schauspielerischen Leistungen waren hervorragend und sie machte ihren Bachelorabschluss. Einer ihrer Dozenten machte sie auf ihre Stimmungsschwankungen aufmerksam und motivierte sie dazu, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Zunächst war sie irritiert. So war sie doch schon immer gewesen. Sie raffte sich dennoch auf und dann kam es: Bipolare Störung. Das Kind hatte plötzlich einen Namen. Sie bekam Medikamente, wechselte aber dennoch immer wieder zu einem Psychologen. Sie wollte keine Tabletten nehmen und war damit doch recht nachlässig. Mal ja, mal nein. Mal nahm sie sie, mal ließ sie sie wieder weg. Zuletzt beschloss sie, für ihren weiteren Weg abends in einem kleinen Diner zu kellnern. Sie wollte nicht alles auf ihren Bruder abladen und ihn zumindest finanziell ein wenig unterstützen. Auch wenn er es niemals von ihr erwarten oder voraussetzen würde. Wenn sich Theodora jedoch etwas in den Kopf gesetzt hatte, konnte man sie nur schwer von etwas abbringen. Steffi
She/Her
Discord nach Absprache
Ich liebe Spannung und Drama, ich möchte einfach das eine gute Kommunikation herrscht und man gemeinsam plotten kann. Meistens eröffne ich zwei Plays ein Short- und Romanplay um einfach in der Story etwas besser voran zu kommen und auch am Handy antworten zu können. Du bist mit deiner gesamten Geschichte soweit eigentlich flexibel und ich bin gespannt was du aus diesen Charakter machst.
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