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Wissenschaft
Ontario Science Centre

Das Ontario Science Centre zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Wissenschaftseinrichtungen Torontos. Eröffnet wurde es am 26. September 1969 und gehörte damals zu den ersten Wissenschaftsmuseen weltweit, die konsequent auf interaktive Ausstellungen und Experimente setzten. Entworfen wurde das ursprüngliche Gebäude vom kanadischen Architekten Raymond Moriyama. Mehr als fünf Jahrzehnte lang befand sich das Science Centre an der Don Mills Road, bevor der Standort im Juni 2024 aufgrund erheblicher baulicher Probleme geschlossen werden musste.

Seit Sommer 2026 befindet sich das Ontario Science Centre übergangsweise im Harbourfront Centre am Queens Quay. Dort können Besucher erneut verschiedene interaktive Wissenschaftsangebote entdecken. Dazu gehören unter anderem KidSpark für jüngere Besucher, die Innovation Station mit Experimenten und eigenen Konstruktionen sowie das Space Deck, das sich mit Astronomie, Raumfahrt und kanadischen Beiträgen zur Erforschung des Weltraums beschäftigt. Ergänzt wird das Angebot durch wechselnde Programme und Veranstaltungen rund um Naturwissenschaften, Technik und Bewegung.

Der Standort am Harbourfront Centre ist allerdings nur eine Zwischenlösung. Am Ontario Place entsteht derzeit ein vollständig neues Ontario Science Centre, dessen Eröffnung für 2029 vorgesehen ist. Geplant sind dort größere interaktive Ausstellungsbereiche, digitale Erlebnisse sowie die Einbindung der bestehenden Pods und des Cinesphere.
Ripley’s Aquarium of Canada

Das Ripley’s Aquarium of Canada gehört zu den bekanntesten Freizeit- und Wissenschaftseinrichtungen Torontos und befindet sich direkt neben dem CN Tower im Herzen der Innenstadt. Eröffnet wurde das Aquarium 2013 und beherbergt heute rund 20.000 Wasserlebewesen aus unterschiedlichen Lebensräumen. Neben dem klassischen Besuchserlebnis stehen dabei auch die Vermittlung von Wissen über Meeresbiologie, Ökosysteme und den Schutz aquatischer Lebensräume im Mittelpunkt.

Die verschiedenen Ausstellungsbereiche beschäftigen sich mit Gewässern aus Kanada und anderen Teilen der Welt. Zu den bekanntesten gehört die Dangerous Lagoon, in der Besucher durch einen langen Unterwassertunnel zwischen Haien, Rochen und weiteren Meeresbewohnern hindurchgeführt werden. Im Rainbow Reef stehen farbenprächtige Fische aus tropischen Lebensräumen im Mittelpunkt, während Planet Jellies unterschiedliche Quallenarten zeigt. Ergänzt werden die Ausstellungen durch interaktive Bereiche und Möglichkeiten, einige Tiere aus nächster Nähe zu erleben.

Regelmäßig finden außerdem Fütterungen, Tauchshows und Vorträge statt. Dabei erklären Mitarbeiter unter anderem das Verhalten einzelner Tierarten, deren natürliche Lebensräume und die tägliche Versorgung der Tiere im Aquarium. Gleichzeitig werden Themen wie Artenschutz, nachhaltiger Umgang mit den Meeren und die Auswirkungen menschlicher Einflüsse auf aquatische Ökosysteme aufgegriffen.
Toronto Zoo

Der Toronto Zoo ist der größte Zoo der Stadt und befindet sich im Nordosten Torontos nahe dem Rouge National Urban Park. Eröffnet wurde er am 15. August 1974 zunächst unter dem Namen Metropolitan Toronto Zoo. Heute leben auf dem weitläufigen Gelände mehr als 3.000 Tiere aus über 300 Arten. Der Zoo ist in sieben zoogeografische Bereiche gegliedert, die verschiedene Regionen und Lebensräume der Erde darstellen. Dazu gehören unter anderem Afrika, die Americas, Indo-Malaya, Australasia, Eurasia Wilds und der Tundra Trek.

Zu den Bewohnern gehören sowohl heimische als auch exotische Tierarten, darunter Giraffen, Eisbären, Gorillas, Tiger, Kängurus und zahlreiche Reptilien, Vögel und kleinere Säugetiere. Insgesamt führen rund zehn Kilometer Wanderwege durch die verschiedenen Bereiche. Neben den klassischen Tieranlagen bietet der Zoo Führungen, Begegnungen mit ausgewählten Tieren, Veranstaltungen und Bildungsprogramme an. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei darauf, Besucher über natürliche Lebensräume, Tierverhalten und den Schutz bedrohter Arten zu informieren.

Eine wichtige Rolle spielt außerdem die wissenschaftliche Arbeit des Zoos. Im Wildlife Health & Science Centre beschäftigen sich Fachleute unter anderem mit Veterinärmedizin, Tierernährung, Reproduktionswissenschaften, Artenschutz und Forschung. Teile der Einrichtung können über eine öffentliche Galerie eingesehen werden, sodass Besucher beispielsweise Einblicke in Behandlungsräume, Diagnostik und Labore erhalten. Der Toronto Zoo beteiligt sich darüber hinaus an Zucht- und Wiederansiedlungsprogrammen für bedrohte Tierarten und verbindet damit klassische Tierhaltung mit Forschung und aktivem Artenschutz.
AstroTours

Die AstroTours sind ein öffentliches Astronomieprogramm des Department of Astronomy & Astrophysics der IVES. Organisiert und durchgeführt werden die Veranstaltungen von Graduate Students der Universität und finden in der Regel am ersten Donnerstag eines Monats statt. Veranstaltungsort sind die McLennan Physical Laboratories. Die AstroTours richten sich ausdrücklich an die Öffentlichkeit, sind kostenlos und können ohne vorherige Anmeldung besucht werden.

Eine reguläre AstroTour beginnt mit einem etwa einstündigen Vortrag über ein Thema aus Astronomie, Astrophysik oder Weltraumforschung. Dabei reicht das Spektrum von Planeten und Sternen über Galaxien und Schwarze Löcher bis hin zu aktuellen Forschungsprojekten und neuen astronomischen Entdeckungen. Im Anschluss können Besucher an verschiedenen Aktivitäten und Demonstrationen teilnehmen und Fragen an die beteiligten Studierenden und Wissenschaftler stellen.

Zu den Höhepunkten gehört die Möglichkeit, die astronomischen Einrichtungen der Universität kennenzulernen. Teleskope befinden sich in den oberen Etagen des McLennan-Gebäudes und werden während der AstroTours von geschulten Mitarbeitern betreut. Bei klarem Himmel können Besucher selbst einen Blick auf Planeten, Sterne, Nebel und andere Himmelsobjekte werfen. Ist eine Beobachtung aufgrund des Wetters nicht möglich, werden stattdessen weitere Demonstrationen und astronomische Aktivitäten angeboten. Dadurch verbinden die AstroTours wissenschaftliche Vorträge mit einem praktischen Einblick in die Beobachtung des Nachthimmels.
Toronto Botanical Garden

Der Toronto Botanical Garden, kurz TBG, befindet sich im Norden Torontos innerhalb der Edwards Gardens. Seine Geschichte geht auf ein ehemaliges Privatgrundstück zurück, das 1956 als öffentlicher Park eröffnet wurde. Aus dem Wunsch heraus, zusätzlich ein Zentrum für Gartenbau und Pflanzenkunde zu schaffen, entwickelte sich später der heutige Botanische Garten. Seit 2006 umfasst das Gelände mehrere moderne Themengärten, die auf die Bedingungen und Größenverhältnisse typischer städtischer Gärten abgestimmt sind. Der Besuch der Gartenanlagen ist ganzjährig und kostenlos möglich.

Zu den verschiedenen Bereichen gehören unter anderem Stauden- und Demonstrationsgärten, Flächen für bestäuberfreundliche Pflanzen sowie der vom niederländischen Gartendesigner Piet Oudolf entworfene Entry Garden Walk. Die Anlagen dienen dabei nicht nur der Erholung, sondern auch als praktische Beispiele für nachhaltige Gartengestaltung, Pflanzenpflege und die Bedeutung von Pflanzen für urbane Ökosysteme.

Neben den Gartenanlagen bietet der Toronto Botanical Garden zahlreiche Kurse, Workshops, Vorträge und Führungen an. Dabei beschäftigen sich die Programme mit Themen wie Botanik, Gartenbau, Bestäubern, Ökologie und dem Schutz städtischer Grünflächen. Ein eigener Teaching Garden richtet sich besonders an Kinder und vermittelt durch praktische Aktivitäten Wissen über Pflanzen, Gemüseanbau und natürliche Kreisläufe.
Museum of Illusions Toronto

Das Museum of Illusions Toronto ist ein interaktives Museum im Zentrum der Stadt und befindet sich an der Front Street East. Anders als klassische Museen setzt die Ausstellung bewusst darauf, dass Besucher selbst Teil der einzelnen Installationen werden. Im Mittelpunkt stehen optische Täuschungen, Wahrnehmung, Perspektive und die Verarbeitung visueller Informationen durch das menschliche Gehirn. Das Museum gehört zu einer internationalen Gruppe von Museum-of-Illusions-Standorten und verbindet Unterhaltung mit wissenschaftlichen und psychologischen Erklärungen.

Die Ausstellung umfasst mehr als 70 visuelle und interaktive Exponate. Dazu gehören Hologramme, Stereogramme, optische Täuschungen und begehbare Räume, die gezielt mit Größenverhältnissen, Schwerkraft oder Perspektive spielen. Bekannte Beispiele sind Räume, in denen Personen scheinbar ihre Größe verändern oder Böden und Wände entgegen der eigenen Wahrnehmung geneigt erscheinen.

Viele Stationen erklären zugleich, warum das Gehirn bestimmte Bilder falsch interpretiert und wie sich Sehen und Wahrnehmung beeinflussen lassen. Besucher dürfen die Installationen ausprobieren, fotografieren und aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Dadurch liegt das Museum irgendwo zwischen Wissenschaftsausstellung und Freizeitattraktion und vermittelt Themen aus Optik, Psychologie und Wahrnehmungsforschung auf spielerische Weise.